Aids zählt zu den größten Geißeln unserer Zeit. Besonders stark ausgebreitet hat sich das HIV-Virus in Südafrika, wo Millionen mit dem Erreger infiziert sind.

Fast jeder zweite Mensch dieser Region ist HIV positiv. Bricht die Krankheit aus, dann ist es oft nur noch eine Frage der Zeit, wann diese Menschen an AIDS sterben.

Zurück bleiben Kinder, die häufig nur wenige Monate oder Jahre alt und mitunter schwer traumatisiert sind.

Aufgenommen werden diese Waisenkinder fast immer von ihren Großeltern, Tanten, Onkel oder auch Nachbarn. Doch diese Familien haben auch eigene Kinder zu versorgen. Und so fehlen die Mittel für ein würdevolle Existenz und vielfach einfach auch die Zeit, um sich liebevoll um jeden Einzelnen kümmern zu können.

Uns geht es verhältnismäßig gut. Deshalb schauen wir nicht weg, sondern sehen hin und unterstützen seit mehr als 19 Jahren die Waisenkinder in einem Gebiet Südafrikas, in dem wirklich große Armut herrscht: in der Diözese Eshowe in der Provinz KwaZulu-Natal nahe der Ostküste Südafrikas.

All unsere Projekte werden vor Ort von den Nardini Schwestern in Nkandla und Leitung der deutschen Schwester Ellen (Dr. med. Maria Ellen Lindner) und ihrem Team organisiert, begleitet und überwacht.

“Sizanani Outreach Programme“ (SOP) heißt das Projekt der Nardini Sisters, Hilfe zur Selbsthilfe. ‘Sizanani‘ bedeutet wörtlich übersetzt: ‘wir helfen einander‘.

Die Kernpunkte des Sizanani Outreach Programmes sind:

• Aufklärung, Beratung, Workshops und Tests bezüglich HIV und Aids für Familien,
   inSchulen und Gemeinden

• Unterstützung bei der Beschaffung von Papieren, wie Geburtsurkunden und
   Ausweisen, die den Kindern erst den Schulbesuch ermöglichen und die auch für die
   Beantragung der staatlichen Waisenrente erforderlich sind

• Kauf von Schuluniformen, Schulbüchern und Unterrichtsmaterial

• Kauf von Essenspaketen, die u. a. Reis, Bohnen, Maismehl, Öl, Seife u.v.m. enthalten

• Unterhalt eines zum SOP gehörenden Waisenhauses mit bis zu35 Kindern

• Schulungen im Anlegen und Unterhalten von Gemüsegärten zur Selbstversorgung

• Unterstützung bei Reparaturen von Zäunen (für Gemüsegärten) und Hütten

Das Engagement der Helfer vor Ort geht aber noch weiter. Sie kümmern sich auch um die weiterführende Bildung der Kinder und sorgen mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten dafür, dass die Waisen nach der Ausbildung Arbeit bekommen und auf eigenen Beinen stehen können.

Dieses und vieles mehr trägt dazu bei, den Kindern ihre Würde zu geben!

Ein- bis zweimal pro Jahr sind wir vor Ort in Südafrika in der Provinz KwaZulu-Natal. Dort dokumentieren wir alle laufenden Projekte und definieren gemeinsam mit den Nardini Sisters neue Ziele und Aufgaben. Unsere Reisen nach Nkandla finanzieren wir selber. Wir arbeiten ehrenamtlich.
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(c) Henrik B. Bennewitz - Waisenkinder in Südafrika